Kunsttherapie/-pädagogik Darstellende Kunst

Collage - Studium der Theaterpädagogik

Die Gesellschaft erneuern durch Kunst

„Kunst für und mit Menschen“, aus diesem Impuls heraus wurde die Hochschule im Jahre 1967 gegründet.

Die Idee von einem sozialen und therapeutischen Wirken der Kunst hat seither nichts von ihrer Aktualität eingebüsst: Damals wie heute verbindet sie sich für uns mit der Überzeugung, dass eine Erneuerung der Gesellschaft ohne einen Beitrag der Kunst kaum vostellbar ist. Die Möglichkeiten der Kunst sind universell. Ihre Ressourcen sind für alle Menschen da, es kommt aber auch darauf an, sie allen zur Verfügung zu stellen. Dass dies möglich ist, zeigen unsere AbsolventInnen in ihrer beruflichen Praxis. Sie arbeiten erfolgreich in unterschiedlichen sozialen Milieus. Ihre vielseitigen Aktivitäten bestätigen, dass Kunst als Medium in Bildung, Pädagogik, Sozialarbeit und Therapie zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Zwischen Klinik und Kinderzirkus
Unsere AbsolventInnen sind tätig in Kliniken und Altersheimen, in der psychiatrischen Nachsorge und in der Rehabilitation, in der Heilpädagogik und in der Suchthilfe, im Strafvollzug und in Wirtschaftsunternehmen. Sie beteiligen sich an künstlerischen Kooperationen mit Behinderten, arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, in Schulen und in der Erwachsenenbildung, an Theatern und auch im Kinderzirkus.
Sie engagieren sich in Einrichtungen der sozialen und gesundheitlichen Hilfen, treten als UnternehmerInnen von künstlerischen Projekten in der Sozialarbeit auf und arbeiten nicht zuletzt als freischaffende KünstlerInnen.

Künstlerische Arbeit in sozialen und gesundheitlichen Zusammenhängen baut auf die Autonomie des Menschen, der sich schöpferisch betätigt. Dadurch werden soziale Schranken geöffnet, die Begriffe wie „krank“ oder „behindert“ geschlossen haben. Kunst bietet nicht nur die Chance, Lebenswirklichkeit persönlich zu verarbeiten oder zu entwerfen, sondern vor allem auch Mittel, entsprechende Inhalte menschenwürdig und angemessen zu kommunizieren. Konzepte und Verfahren der Kunsttherapie ebnen von daher Wege der Begegnung, wo sonst Kontaktsperre oder Sprachlosigkeit herrschen. Sie erschließen Aktionsfelder für integrative Projekte, in denen soziale und ästhetische Aufgaben sich wechselseitig bedingen.

Wie denke ich? Wie nehme ich wahr? Wie empfinde ich?
Und welche Bedeutung hat das für mein Handeln? Die hieraus resultierenden Fragen der Persönlichkeitsbildung spielen im Studium eine zentrale Rolle. Von ihrer Beantwortung hängt maßgeblich ab, ob Wissen in persönliche Verantwortung übergehen kann und ob es tragfähig wird für die künstlerische und kunsttherapeutische Arbeit.

Lebendige Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kultur
An der Fachhochschule Ottersberg verpflichten wir uns keinem bestimmten Kunstbegriff. Die hier Lehrenden setzen vielmehr auf die individuellen künstlerischen Konzepte und Realisationen der Studierenden und auf eine lebendige Auseinandersetzung mit den vielfältigen Erscheinungen zeitgenössischer Kultur.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Zum Konzept der Ausbildung gehört auch, dass Träger, Lehrende und Studierende gemeinsam für ihre Fachhochschule Verantwortung übernehmen. Selbstorganisation, Selbstverwaltung und studentische Initiativen prägen das Bild des Arbeitsalltags.
In den studentischen Initiativen haben die Studierenden nicht nur Gelegenheit, das Leben der Hochschule eigenverantwortlich mitzugestalten, sondern hier können sie sich zugleich soziale und unternehmerische Kompetenzen aneignen, die sie im späteren Berufsleben brauchen.