

Es gibt eine Menge Spieler, die jetzt zum achten Mal mitspielen und es gibt immer wieder auch Neueinsteiger, die herzlich integriert werden. Die Studenten staunen über die Vitalität, den Einsatz und der Spielfreude aus der Ottersberger Bevölkerung, diese schätzt das Können der Studenten und Absolventen, und die Kinder, die immer wieder mit großer Begeisterung zu dem Spiel beitragen, sind stolz darauf, mit den Älteren auf der Bühne zu stehen. Sie zeigen gerade den Älteren wie unbekümmert Theaterspielen sein kann.
Vom dreißigjährigen Krieg, über die Einführung des Marktrechtes, der Napoleonzeit spannt sich nun der Bogen zu den Anfängen der Eisenbahn, die dieses Jahr bearbeitet wird. Das wird den vorläufigen Abschluss des Zyklus bilden, der über die ganze Zeit durch Video dokumentiert wurde. Das Projekt ist eine Würdigung dessen, was Ottersberg ausmacht . Das Ensemble repräsentiert einen Mikrokosmos der Bewohner von Ottersberg. Die Art des Spiels schafft Begegnung und Wahrnehmungsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen und erfreut die Menschen durch viel Humor, Einsatz und Lust beim Spielen. Viele Zuschauer kommen am Sonntag auf den Markt, weil sie sich darauf freuen und gespannt sind, wie es weitergeht.
Mehrgenerationenprojekte mit Laien und professionellen Schauspielern sind für mich eine zeitgemäße Art Theater zu machen, da sich Fähigkeiten und Talente der einzelnen Spieler auf neue Art organisieren müssen. Das schafft eine neue Aufmerksamkeit füreinander. Es ermöglicht ein Theaterspiel, das lebendig und herzlich ist und bei der Bevölkerung auf viel Resonanz trifft.
Die „Ottersberger Eisenbahnzeit“ findet dieses Jahr gegen 11:00 am Sonntag, den 27. September, im Festzelt statt.
Hans-Joachim Reich


