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Interdisziplinäres Konzept
Das Rückgrat des Masterstudiengangs Kunst und Theater im Sozialen (M.A. / M.F.A) ist sein interdisziplinäres Konzept. Es rekurriert auf die vorhergehenden Bachelorstudiengänge und korrespondiert mit der Aufhebung disziplinärer und medialer Grenzen im Zeichen einer performativ bestimmten Ästhetik, wie sie für die aktuellen Bildenden Künste und das zeitgenössische Theater signifikant ist. Zugleich beruht künstlerische Praxis heute nicht nur auf der Herstellung und Präsentation von Werken, sondern auch auf ihrer Vermittlung und insbesondere auf sozialer Interaktion.
Zwischen Bildender Kunst und Theater ergeben sich in der heutigen kulturellen Landschaft zunehmend Schnittmengen. Happening, Performance und Fluxus sind bereits zu ihrer Entstehungszeit Mischformen aus Bildender Kunst und Theater gewesen. Auch zunächst in der Bildenden Kunst beheimatete Medien wie Videoinstallationen haben längst Eingang in das Theater gefunden.
Der Masterstudiengang eröffnet die Möglichkeit zur professionellen Weiterentwicklung interdisziplinär aufgefasster Künste. Die geforderte und geförderte gemeinsame methodische und inhaltliche Auseinandersetzung in Projekten mit sowohl sozialen als auch künstlerisch relevanten Kontexten ist Bestandteil dieses synergetischen Konzeptes.
Schwerpunktfelder
Der Master Kunst und Theater im Sozialen qualifiziert für die künstlerische Arbeit mit Menschen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, die im Hinblick auf die demographischen Entwicklungen, sozialen Problemstellungen und Herausforderungen im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen eine zunehmende Bedeutung gewinnen. Ausgewählte Schwerpunkte sind die Arbeit mit älteren und alten Menschen sowie mit Kindern und Jugendlichen. Eine solche Arbeit verbindet sich je nach konkreter Ausgangslage und Zielsetzung mit therapeutischen, pädagogischen und/oder kunstvermittelnden Anforderungen. Einen weiteren Schwerpunkt für den Abschluss M.A. bildet „Künstlerische Arbeit in Unternehmen“. Für den Abschluss M.F.A. lautet die Schwerpunktbezeichnung „Künstlerische Projekte in gesellschaftlichen und öffentlichen Räumen“ Interkulturalität sowie ästhetische und soziologische Bedingungen werden im Kontext aller Praxisfelder als zentrale Fragestellungen behandelt.
Projektstudium
Der Masterstudiengang umfasst 60 KP, die auf fünf Module verteilt sind. Er ist anwendungsorientiert und kann in Vollzeit (einjährig) oder mit identischem Programm berufsbegleitend (zweijährig) studiert werden.
Der Master schließt an die vierjährigen Bachelorstudiengänge Kunst im Sozialen. Kunsttherapie und Kunstpädagogik, Theater im Sozialen. Theaterpädagogik und Freie Bildende Kunst an. Er steht zugleich für Absolventen und Absolventinnen vergleichbarer Studiengänge offen, die ihre Kompetenzen berufsfeldbezogen und hinsichtlich der angewandten Forschung vertiefen möchten.
Der Master Kunst und Theater im Sozialen ist als Projektstudium konzipiert, bei dem sich die Lehre um die konkrete Projektarbeit herum organisiert (vgl. Modulübersicht). Seminare, Übungen, Mentoring und Kolloquien haben eine ergänzende und unterstützende Funktion (vgl. Modulhandbuch).
Für eine erfolgreiche Arbeit in den Praxisfeldern setzt der Master insbesondere auf die interdisziplinären/intermedialen Potenziale und Synergien, die sich aus dem Zusammenspiel bildnerischer und darstellerischer Ausdrucksformen ergeben. Er unterstützt die interdisziplinäre Weiterentwicklung der künstlerischen Arbeit im gesamten Sozialsystem durch eine stringente Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen und eine begleitende fundierte Forschung.
Im Rahmen des Projektstudiums sind die Studierenden an der Planung, dem Verlauf und der inhaltlichen Strukturierung beteiligt. Insbesondere planen, konzipieren und strukturieren sie ihre Projekte und setzen sie eigenständig um. Dabei werden die Studierenden von je einem / einer künstlerischen und wissenschaftlichen Mentor / Mentorin durch das gesamte Studium begleitet.
Die in den verschiedenen Modulen angesiedelten Kolloquien sind Orte gemeinsamer Auseinandersetzung. Sie sorgen für einen kontinuierlichen wechselseitigen Austausch zwischen Studierenden Dozenten und Dozentinnen sowohl untereinander als miteinander. Darüber hinaus wird der regelmäßige Kontakt zu den Praxiseinrichtungen bzw. sozialen Arbeitsfeldern sichergestellt.
