Aktuelle Meldung
Kunsttherapie in der Psychosomatik
Neue Ottersberger Studie vorgelegt

Das Ottersberger „Instituts für Kunsttherapie und Forschung“ hat nach einem zweijährigen Forschungsprojekt an der psychosomatischen Klinik Ginsterhof bei Hamburg die Ergebnisse einer Studie vorgelegt:
„Entwicklung integrativer Behandlungskonzepte von Kunsttherapie und psychosomatischer Medizin. Evaluation der therapeutischen Interaktions- und Beziehungsgestaltung von Kunsttherapie in der stationären Psychosomatik.“
„Bevor wir die spezifischen Wirkfaktoren der Kunsttherapie untersuchen und benennen konnten, mussten wir zuerst einmal Instrumente zur Evaluation entwickeln,“ sagt Constanze Schulze, die zusammen mit Peter Sinapius, Jürgen Kasper und Sabine

Ritzmann die Studie erstellt hat. Neben umfassender Literaturrecherche waren das Evaluation durch teilnehmende Beobachtung und die Entwicklung praxistauglicher, aussagekräftiger Fragebögen.
Über einen Zeitraum von sechs Wochen beobachteten die Ottersberger Wissenschaftler Patientengruppen und betreuende Teams. Dabei wurde das für die kunsttherapeutische Arbeit wichtige Dreieckssystem Patient-Werk-Therapeut in seiner Dynamik beschreibbar - eine wichtige Voraussetzung, um künftig zum die Wirkung therapeutischer Interventionen sichtbar zu machen.
Nebenbei belegten die Fragebögen für die Teammitglieder, dass Bekanntheit der Kunsttherapie offenbar bekommt: Je weniger die Mitarbeiter der Klinik von Kunsttherapie wussten, umso geringer schätzten sie diese und ihre Effekte. Umgekehrt: je mehr man von ihr wusste, umso größer war der Wunsch, sie einzusetzen.
Eine Folgestudie ist in Planung – diesmal mit 20 Kliniken in Niedersachsen und unterschiedlichen kunsttherapeutischen Ansätzen.